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Neue Urteile (eingestellt 19.01.2018)
 

Verjährung von Schadensersatzansprüchen

Eine gegen den Schädiger gerichtete Klage ist nicht geeignet, den Verjährungslauf zu hemmen, wenn der Schädiger zum Zeitpunkt der Klageerhebung bereits verstorben war, auch wenn dies der Geschädigte oder sein Rechtsnachfolger nicht wussten.

Zum Lauf der Verjährung bei Tod des Schädigers.

OLG Celle, Urt. v. 11.04.2017 - 14 U 145/16


Anspruch auf Ersatz der Verbringungskosten bei konkreter Abrechnung

Der Geschädigte hat gegen den Schädiger einen Anspruch auf vollumfänglichen Ersatz abgerechneter Reparaturkosten. Unabhängig von der Höhe der abgerechneten Verbringungskosten sind diese vollumfänglich zu ersetzen, da der Schädiger das Werkstattrisiko trägt.

AG Coburg, Urt. v. 13.07.2017 - 15 C 466/17


Kürzung der Verbringungskosten bei konkreter Abrechnung

Der Geschädigte, der ein Schadengutachten einholt und die Werkstatt mit der Durchführung der Reparatur beauftragt, kann darauf vertrauen, dass die sodann
abgerechneten Reparaturkosten üblich und angemessen sind.

Unter Beachtung des üblichen Aufwandes sind Verbringungskosten in Höhe von 149,90 € angemessen.

AG Coburg, Urt. v. 29.06.2017 - 12 C 560/17


Erstattungsfähigkeit der Sachverständigenkosten des Schädigers
zum Nachweis eines Versicherungsbetruges

 
Selbst wenn rechtskräftig abschlägig über einen materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruch entschieden worden ist, steht diese Rechtskraft einer Geltendmachung der Kosten als prozessualen Kostenerstattungsanspruch nicht entgegen, es sei denn, der Grund der abschlägigen Entscheidung entspricht der Begründung des Anspruchs.

Bewahrheitet sich der Verdacht des Schädigers auf einen versuchten Versicherungs-
betrug und droht der vermeintlich Geschädigte Klage an, kann der Schädiger die zur Überprüfung des Verdachts aufgewendeten Sachverständigenkosten nach Klage-
androhung im Rahmen eines prozessualen Kostenerstattungsanspruches gegen den klagenden und vermeintlich Geschädigten erstattet verlangen.

LG Nürnberg-Fürth, Beschl. v. 04.07.2017 - 13 T 5934/15


Reparaturkosten bei fiktiver Abrechnung

Berücksichtigt der Geschädigte im Rahmen einer fiktiven Abrechnung bereits die Stundenverrechnungssätze einer freien Werkstatt, ist er nicht auf noch günstigere Stundenverrechnungssätze einer anderen Werkstatt zu verweisen. Dies würde die Dispositionsfreiheit des Geschädigten zu stark einschränken.

AG Dorsten, Urt. v. 19.09.2017 - 3 C 94/17


130 % Reparatur; Prognoserisiko

Der Geschädigte kann sich grundsätzlich auf die Berechnung des Wiederbeschaffungs-
wertes durch einen von ihm beauftragten Sachverständigen verlassen. Bei der Frage,
ob ein 130 %-Fall vorliegt, ist dann dieser Wert zu berücksichtigen, auch wenn sich nachträglich herausstellt, dass der Wiederbeschaffungswert zu hoch bemessen war.
Das Prognoserisiko trägt der Schädiger.

AG Hamburg, Urt. v. 07.08.2017 - 35a C 151/15

 


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Rechtsanwalt Herbert Heider

Herbert Heider

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und

Fachanwalt für Versicherungsrecht

 

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